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ZWCAD 2011

ZWSOFT veröffentlicht ZWCAD 2011
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Holger Brischke, Geschäftsführer CAD on Demand GmbH, über das Portieren von Anwendungen von AutoCAD® zu ZWCAD.

?:    Herr Brischke, Sie haben gerade ein Projekt für die Technik-Tochter der bekanntesten deutschen Airline abgeschlossen, dessen Ziel die Übertragung der von Ihrem Kunden entwickelten AutoCAD® -   Applikationen zu ZWCAD war.
Welchen Umfang hatte das Projekt bzw. wie komplex waren die Applikationen ? 

HB: Die Größte bisher übersetzte Applikation in Zahlen: VBA-Applikation mit rund 15.000 Codezeilen, davon 17 Formulare und diverse Klassen und Module. Inhalt der Applikation: Verbindung von Zeichnungen mit einer Oracle-DB und alle damit in Verbindung stehenden Informations-Austausch-Funktionalitäten, Plotten und Zeichenfunktionen.

?:   Ist die Dokumentation zur Anpassung von VBA-Routinen ausreichend, so das eine Übertragung effizient durchgeführt werden kann ?

HB: Vorweg: Die In der Developer-Help angegebenen Schritte sind sehr gut beschrieben. Ein Großteil der Übersetzungsarbeit ist durch Suchen & Ersetzen möglich. Etwas mehr Aufwand erfordern die Codefragmente bei denen die Variablentypen verschieden sind. So ist in AutoCAD® eine Koordinate als Variant beschrieben, in Zwcad hingegen als ZwcadPoint.

Fazit: Die Übertragung ist relativ einfach - eigentlich Fleißarbeit. Die meiste Zeit verbringt man im Grunde mit der Überprüfung der Konvertierung.

?:   Wie sieht es im Bereich von LISP aus ?

HB: Die Übertragung von Lisp-Funktionen lief nahezu ohne zusätzlichen Aufwand, sofern auf die Verwendung von Vlisp-Funktionen verzichtet wurde. Bei den VL-Funktionen stand noch nicht der von AutoCAD® gewohnte Funktionsumfang zur Verfügung, er hat sich jedoch von Version zu Version stetig erweitert. Da in den meisten Fällen die verwandten VL-Funktionen auch durch normale Lisp-Routinen ersetzt werden können, war auchbei der Übertragung von Lisp-Dateien der Aufwand deutlich geringer als ursprünglich erwartet.

?:    Gab es fehlende Funktionen und wurden diese auf Nachfrage entwickelt ?

HB:  Ja, es gab fehlende Funktionalitäten. Die fehlenden Funktionen sind nicht elementarer Natur, sondern eher in den Randbereichen der Applikationsentwicklung zu suchen. Zum Beispiel: die auch in der AutoCAD® -Entwicklung eher selten genutzten Reactor- funktionen (Events) waren infolge der Umstellung von DRX auf ZRX noch nicht vollständig integriert. Da diese jedoch bereits in der DRX-Schnittstelle vorhanden waren, war die Übernahme durch die ZWCAD-Entwickler meist in wenigen Stunden erfolgt.

Uns standen ständig aktuelleste Versionen, auch Vorab-Versionen, zur Verfügung, um die jeweils aktuellste Version unseren Applikationen zugrunde legen zu können. 

?:    Welche Punkte sollten Ihrer Meinung nach verbessert werden ?

HB: Schade ist, dass die .Net-Schnittstelle zur Zeit nicht auf der Tagesordnung steht. Möchte man dennoch Applikationen für ZWCAD z.B. in C# entwickeln, ist man gezwungen auf die COM-Interop auszuweichen. Diese COM-Schnittstellen sind bekanntlich (auch bei AutoCAD® ) sehr langsam. Ebenfalls schade ist das Fehlen einer Lisp-Entwicklungsumgebung wie z.Bsp. der im AutoCAD®  integrierte VL-Editor. Das würde die Entwicklung von Lisp-Applikationen vereinfachen. Da man sich aber mit einschlägig bekannten Editoren behelfen kann, stellt dies wiederum nur ein kleines Manko dar.

?:   Wie  war die Zusammenarbeit mit ZWSOFT: hat man sich bei Problemen & Fragen engagiert gezeigt ?

HB: Die Zusammenarbeit sowohl mit dem Vertrieb/Deutschland als auch den Entwicklern selbst lief hervorragend.  Entweder via Mail oder sehr effektiv via Skype - allerdings dann in Englisch. Alle Fragen wurden innerhalb kürzester Zeit beantwortet.
Auch bei eigenen Fehlern, die eben auch mal passieren, zeigte man sich kulant und an der Lösungsfindung sehr interessiert.

Der Vertrieb in Deutschland / Konstruktionswerk stellt den Kontakt zu den entsprechenden Ansprechpartnern her.

?:    Herr Brischke, wir bedanken uns für das Interview.

 

Über CAD on Demand:

CAD on Demand GmbH

  

 

„Nur wer die Probleme der Anwender kennt und versteht, macht mit findiger Programmierung seinen Kunden das Leben leichter.“

CAD on demand steht für gebündeltes Know-how von ausgewiesenen Experten rund um CAD, auf das Sie ganz nach Ihrem individuellen Bedarf

im In- und Ausland zugreifen können.  Unsere Spezialität ist die IT-Beratung und CAD-Programmierung für die Industrie, die Gebäudetechnik,

das Bauwesen und die Architektur.

Wir bieten:
– Know-how nach Bedarf - Für jedes Problem den richtigen Experten
– Lösungen nach Bedarf – Wie und wann Sie sie brauchen
– Kosten nach Bedarf – Nur für das zahlen, was wirklich nötig ist
– Fragen nach Bedarf – EIN Ansprechpartner für Ihre Probleme

 

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